LBS Cup 2014

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Arm in Arm über den Zielstrich

Andreas Schreier vom Team Racing Students hat am gestrigen Sonntagnachmittag das zwölfte Plattenhardter Radkriterium gewonnen – hauchdünn – vor seinem Mannschaftskollegen Marcel Fischer, mit dem er nach 35 Runden durch den Ortskern und dem harten Anstieg über fast 40 Höhenmeter in der Mörikestraße Arm in Arm über den Zielstrich fuhr. „Der Andi hat es sich heute einfach verdient“, sagte Fischer, der trotz seines „nur“zweiten Platzes gut lachen hatte. Denn dem Teamkapitän der Racing Students, Deutschlands derzeit bester Amateurmannschaft mit Sitz im Ortenau-Ort Kippenheim, reichte dieies Ergebnis locker, um sich den Gesamtsieg der LBS-Tour-Wertung zu sichern.

Der Wettbewerb hatte am Donnerstag mit einem Rennen in Deißlingen begonnen und an den beiden darauf folgenden Tagen in Wellendingen-Wilfingen und im Stuttgarter Stadtteil Wangen seine Fortsetzung gefunden. Mit der Finaletappe in Plattenhardt bildete die Team-Tour die siebte und damit vorletzte Etappe des LBS-Cups Baden-Württemberg-Liga. Und auch dort führt Marcel Fischer die Wertung vor seinen beiden Teamkollegen Florian Tenbruck und Andreas Schreier. Der Magstädter Dominik Hetzer, der fiir das Team RSC Donnueschingen in die Pedale tritt, musste gestern auf dem schweren zwei Kilometer langen Rundkurs die Klasse der Konkurrenz anerkennen, nachdem er lange mit Schreier, Fischer und Tenbruck das Führungsquartett gebildet hatte. lm Spurt mit der Letztgenannten um Platz drei setzte er sich dann allerdings durch.

Bestes Team der viertägigen Etappenfahrt war die Mannschaft Racing Students, die auch gestern wieder das Fahrerfeld dominiert hat und die am nächsten Wochenende beim Finale der LBS-Cup-Baden-Württemberg-Liga in Reute in Marcel Fischer auch den Gesamtsieger stellen wird. Fischer hat gestern sein 17-Punkte-Polster auf den ersten Verfolger noch einmal ausgebaut. Allerdings war der Rundkurs dem 26-Jährigen, der in Stuttgart Technologie Management studiert, auch auf den Leib geschnitten. Fischer, der 2007 deutscher U-23-Bergmeister war, bringt gerade einmal 66 Kilogramm auf die Waage. „Das ist eine schwere, aber ehrlich Strecke. Hier gewinnen wirklich nur die Besten“, sagte Fischer, der zwischen 2006 und 2009 zu den besten deutschen Nachwuchsfahrern zählte, sich seit einem Unfall aber auf die Berufsausbildung konzentriert. Dass der Teamkapitän nach sechs Saisonsiegen diesmal dem stark fahrenden Andreas Schreier den Vortritt ließ, war auch der Teamphilosophie geschuldet. „Unser Ziel ist, dass an Saisonende jeder Fahrer einen Sieg zu Buche stehen hat. Derzeit sind es sechs aus acht“, sagt Fischer, nebenbei auch noch Sprintbester der Team-Tour.

Bei den Damen siegte in Jasmin Rehmann (Team Racing Students) die Freundin von Marcel f’ischer. Die 23-Jährige setzte sich in einem spannenden Finale erst beim 20. und letzten Anstieg von Franka Heidenreich (1. RV Stuttgardia Stuttgart) ab. Heidenreich, 19, musste sich in diesem Duell zwar knapp geschlagen geben, der Sieg in der U-23-Konkurrenz war ihr indes nicht zu nehmen. „Das war eine super Leistung von Franka und nicht unbedingt zu erwarten gewesen“, sagte Uli Bock, der den Rennbetrieb in Baden-Württernberg organisiert. Zweite bei den Frauen wurde Marlen Schutz (Team Baier Landshut), Dritte Annika Wohlfahrt (RV Pfeil Magstadt).

„Die Strecke ist echt anspruchsvoll, weil man den Berg so oft hoch muss“, sagte die Siegerin, die in der Cup-Einzelwertung vor dem Rennen auf Platz sieben lag. Allerdings könne man sich dazwischen immer wieder gut erholen – etwa auf der Abfahrt, auf der Geschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometern pro Stunde erreicht wurden.

Die weiteren Tagesieger:

  • U-17-Junorinnen: Anika Teschke (RV Edelweiß Merdingen),
  • U-19-Junioren: Benedikt Willi (RV Pfeil Plattenhardt),
  • C-Klasse: Andreas Basler (1. RV Stuttgardia Stuttgart ),
  • Senioren 2: Toralf Baumgarten (Team Erfurt Rauhfaser Corratec),
  • Senioren 3: Armin Wolsiefer (Conpression-X Master-Team).
  • Senioren 4: Gerhard Hack (RSG Frankfurt),
  • Jedermann: Sven Harder (Team Der Freistaat.de Dachau).

Text: Susanne Degel / Filderzeitung